Jeder, der damit zu tun hat, weiß, dass der Einstellungsprozess mit kleinen und großen Herausforderungen gespickt sein kann. Besonders in der Mitte des Prozesses, wenn du aktiv Bewerbungsgespräche führst. Qualifizierte Bewerber/innen sagen manchmal ohne erkennbaren Grund ab – zumindest denkst du das. Die Rückmeldung an abgelehnte Bewerber/innen tritt oft in den Hintergrund.

Und dann ist da noch dieses „Candidate Relationship Management“ – Entschuldigung, Candidate WAS? Und das soll dazu beitragen, das Bewerbererlebnis zu verbessern und das Employer Branding zu stärken?

Das Geheimnis des Candidate Relationship Management entschlüsseln

Viele von uns, die am Einstellungsprozess beteiligt sind, sind mit dem Begriff nicht so vertraut, und das sagt eine ganze Menge aus. Schauen wir uns das Konzept also einmal genauer an. Er beinhaltet zum einen den Begriff „Kandidat“, was in diesem Zusammenhang auch Sinn macht.

Aber auf dieses Wort folgen „Beziehung“ und „Management“, und da wird es schon etwas schwieriger. Beziehungen sind von Natur aus zwischenmenschlich und erfordern Anstrengungen von allen Seiten. Das heißt, wenn du verhindern willst, dass die Bewerberinnen und Bewerber auf halbem Weg aus dem Bewerbungsverfahren aussteigen, ist es wichtig, sie zu pflegen (und mit ihnen zu kommunizieren). Dazu später mehr.

Das letzte, aber – Achtung – entscheidende Wort im CRM ist „Management“. Das bedeutet, dass Planung und Verfolgung sowie Erwartungsmanagement notwendig sind.

Was ist also das Ziel von CRM?

Im Mittelpunkt des Konzepts steht die Idee der Kommunikation und des Managements. Gutes CRM bedeutet, die Beziehung zu den Bewerbern zu pflegen. Es ist hilfreich, sich die Bewerber als „Kunden“ vorzustellen. Wenn du zum Beispiel sicherstellst, dass die Bewerber/innen während des gesamten Prozesses rechtzeitig informiert werden, wird die Zahl der Abbrecher/innen mit Sicherheit sinken. Sie fühlen sich wertgeschätzt und engagiert, anstatt ignoriert zu werden.

Das gilt auch für die Zeit nach dem aktiven Einstellungsprozess. Das bedeutet, dass die Kommunikation mit den Bewerbern, wenn es zu den unvermeidlichen Absagen kommt, sowohl transparent als auch wertschöpfend ist, z. B. indem sie Verbesserungsmöglichkeiten vorschlagen oder über zukünftige Möglichkeiten informieren.

Aber es funktioniert auch umgekehrt: Was hättest du besser machen können? Wo hat die Kommunikation versagt und die Transparenz gelitten? Hätte der Prozess deutlicher erklärt werden können? Bewerber/innen sind eine wertvolle Datenquelle, die genutzt werden sollte.

Employer Branding und Candidate Relationship Management

Und dann ist da noch das Employer Branding. Die Bedeutung eines guten CRM für die Bewerber darf nicht unterschätzt werden. Die Schaffung einer positiven Arbeitgebermarke hat einen direkten Einfluss darauf, wie deine Arbeitgebermarke wahrgenommen wird (und wie man darüber spricht!).

Es bindet die Bewerber/innen effektiv an dein Unternehmen, denn es hält sie während des gesamten Einstellungsprozesses – und darüber hinaus – bei der Stange. Aber wie kommst du dahin?

CRM-Systeme helfen dir dabei

Zum Glück gibt es eine Vielzahl von Systemen, die diesen Prozess erleichtern. CRM-Programme für die Personalbeschaffung ähneln in mancher Hinsicht der herkömmlichen Software für das Kundenbeziehungsmanagement, sind aber speziell auf die Personalbeschaffung zugeschnitten.

Sie können nicht nur dabei helfen, die Beziehungen zu aktiven Bewerbern zu pflegen, sondern auch einen zuverlässigen Talentpool passiver Bewerber aufzubauen. Und diese Talentpipeline wird sich mit Sicherheit auszahlen, wenn eine Stelle schnell besetzt werden muss.

Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass die meisten zeitaufwändigen manuellen Eingaben automatisiert werden und so der Workflow verbessert wird. Und schließlich – wenn du kein Einzelkämpfer bist, kannst du auch wichtige Bewerberdaten mit deinem Team teilen. Eine Win-Win-Situation!

Denk daran, dass gutes Bewerbermanagement und eine positive Arbeitgebermarke Hand in Hand gehen. Worauf wartest du noch?